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22.05.2019, 10:43 Uhr | Zu Gast auf dem Steinefurthof war der Europaabgeordnete Norbert Lins (III. von links) auf Einladung des CDU Ortsverbandes Geislingen.
Norbert Lins MdEP zu Gast beim Steinefurthof
Auf Einladung des CDU Stadtverbandes Geislingen besuchte der Europaabgeordnete Norbert Lins den Steinefurthof der Familie Hölle in Geislingen.

Der Hof wird in fünfter Generation von der Familie Hölle betrieben und kann auf eine über 400-jährige Geschichte zurückblicken.

Die Hühner werden in der Boden- und Freilandhaltung gehalten, 18 Mitarbeiter sowie vier Familienmitglieder sind in der Produktion und der Eiervermarktung angestellt. Die Vermarktung erfolgt in eigener Regie in verschiedene Supermärkte in der Region, Metzgereien, Gastronomie, Bäckereien und Hofladen.

Geislingen-Binsdorf -

In Augenschein nehmen konnte die Gruppe, welcher sich auch Landrat Günther-Martin Pauli anschloss, den neuen Schauhühnerstall, wo sich 6000 Hühner aufhalten.

Matthias Hölle erklärt den interessanten Weg vom Küken zum Huhn über die Eierproduktion bis hin zur Vermarktung. Der Besuchergruppe wurde die Fütterung der Tiere beschrieben, wobei man merkte, wie wichtig der Familie Hölle es ist, dass die Hühner nur das beste Futter bekommen. 

Desweiteren verwies Matthias Hölle auf die interessanten Projekte der Werbegemeinschaft "Die Eierhöfe aus Baden-Württemberg" zur Öffentlichkeitsarbeit: Tierschutz Huhn &.Hahn Initiative BW, Genfrei-Fütterung BW, Schauställe und die  Eierkennzeichnung

Norbert Lins, welcher als ständiges Mitglied im Europaparlament dem Agrarausschuss angehört, zeigt sich sehr angetan von der Arbeit auf dem Steinefurthof, wobei Vertrauen bei den Kunden geschafft wird. „Nur noch 10 Prozent des Einkommens wird für Nahrungsmittel verwendet“, so der CDU Politiker, „wobei stetig eine Entfremdung von der Landwirtschaft beobachtet werden kann“. Der Abgeordnete lobte die neuen Trends in der Landwirtschaft und den Ausgleich von ökologischem und konventionellem Anbau. Ernüchtern dabei, so Nobert Lins, ist in Baden-Württemberg, dass nur noch eine Selbstversorgung von 30 % in der Eierproduktion (Deutschland 70%) gehalten wird.